Verrotteter Hai – Kuriose Spezialität aus Island

„Hákarl“, nennt sich die Spezialität in Island und verrät uns auf den ersten Blick nicht sonderlich viel. Bei der ebenfalls häufig verwendeten Bezeichnung „Rotten Shark“ sieht dies schon ein wenig anders aus und ich frage mich so langsam, warum vergammelte Lebensmittel so oft zu Delikatessen werden. Ich erinnere nur an die vergammelten Eier oder den Casu Marzu, die ich beide schon hier vorgestellt habe.

Aber was genau steckt nun eigentlich hinter dieser bereits vom Namen her fragwürdigen isländischen Delikatesse? Und tatsächlich es handelt sich um fermentiertes Fleisch des Grönlandhais.

In dem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass der Grönlandhai keine Nieren besitzt und deshalb seine Giftstoffe direkt im Fleisch ablagert. Somit wäre das frische Fleisch des Hais wäre für uns hochgiftig und ungenießbar. In Grönland ist es zudem nicht mehr erlaubt, auf die Jagd nach Haien zu gehen. Lediglich zu Forschungszwecken dürfen diese gefangen werden. Eine Ausnahme ist es, wenn sich der Hai im Netz der Fischer verfängt und dort verendet ist. Dann ist er freigegeben und lässt sich für die Delikatesse nutzen.

Genießbar ist das Fleisch aber dadurch noch längst nicht und so werden die Fleischstücke in große mit Löchern versehene Holzkisten gepackt. Aus den Öffnungen können die Giftstoffe laufen und das Fleisch beginnt zu gären. Was dazu führt, dass sich ein mörderischer Geruch ausbreitet. Allein dieser Vorgang nimmt bis zu drei Monate in Anspruch und es folgt eine rund 4-monatige Trocknung des Fleisches.

Nach der Entfernung der Kruste wird „Hákerl“ in kleine Würfel geschnitten und mit isländischen Schnaps serviert

Na dann sage ich mal „Guten Appetit“ und vielleicht kann mir ja jemand von Euch berichten, ob es sich lohnt, den Ekel zu überwinden???

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