Kategorie: Essen und Getränke

Kröver Nacktarsch – Spritziger Riesling mit frechem Namen

Ein Geschenk von Freunden hat mich am Wochenende erst etwas verwirrt und dann schmunzeln lassen. Da gibt es doch tatsächlich einen Wein, der sich „Nacktarsch“ nennt.

„Nacktarsch“ ein wahrlich kurioser Name für einen Wein. Aber warum nicht? Auf diese Weise sorgt der Wein wenigstens nicht erst nach dem Trinken für fröhliche Stimmung.Nun stellt sich nur die Frage nach dem Hintergrund. Meine Recherchen ergaben, dass es sich beim Kröver Nacktarsch um eine uralte volkstümliche Lagebeschreibung handelt.

Der genaue Ursprung des Namens selbst ist jedoch nicht bekannt. Dennoch kursieren in dem Zusammenhang eine Menge Vermutungen. Laut Sprachforschern geht der Name auf das Wort „Nektar“ zurück. Immerhin gibt es den Weinanbau in der Mosel-Region bereits seit römischen Zeiten und so könnte die Region nach dem Göttertrank der römischen Sagenwelt benannt wurden sein. Ein Gedicht sieht den Ursprung hingegen zu Zeiten König Etzels, der ebenfalls in Kröv weilte. Und wieder eine andere Version geht davon aus, dass das Kloster Wolf über eine kahle Kuppe verfügte und diese erst mit Reben versah, als rundherum bereits viele Winzer tätig waren. Die volkstümlichste Variante findet sich jedoch auf dem Etikett. Laut diesem haben sich einige Lausbuben einen Streich erlaubt und selbst eine Weinprobe im Winzerkeller veranstaltet. Als der Küfer dies mitbekommt, schnappt er sich einen der Buben und versohlt ihm das Hinterteil.

Insgesamt handelt es sich beim „Kröver Nacktarsch“ also nicht nur, um einen Wein mit kuriosem Namen, sondern auch um einen sagenumwobenen Rebensaft mit langen Tradition.

Zum Geschmack kann ich momentan leider noch nichts sagen, aber keine Sorge, die Info reiche ich Euch nach, sobald der „Kröver Nacktarsch“ Opfer meiner Geschmacksnerven wird 😉

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Songhuadan – Delikatesse: Vergammelte Eier

Bleiben wir doch einfach einmal bei kuriosen Spezialitäten, denn ich habe gerade noch ein sehr eigenartiges Gericht entdeckt. Es nennt sich Sonhuadan und stammt aus China.

Für diese Delikatesse werden Hühner- oder Enteneier in einer Mischung aus Holzkohle, Kiefernadelasche, gebranntem Kalk, Salz und Wasser eingelegt, und zwar für ganze drei Monate.

Im Laufe der Zeit wird das Eiweiß geleeartig und dunkel. Der Dotter hingegen nimmt eine grüne Farbe an und die Konsistenz schägt ins quarkartige um.Alelrdings ändern sich nicht nur Farbe und Konsistenz, sondern auchd er Geruch. Er ähnelt zum Schluß einem extrem würzigem Käse.

Wie die Eier geschmacklich sind, kann ich leider nicht sagen, da ich noch keine Gelegenheit hatte, Sie zu probieren. Vielleicht kann je jemand von Euch berichten, ob sich das Probieren lohnt ?

San Nak Ji – Oktopus lebendig verspeisen

Andere Länder, andere Sitten. Das gilt in puncto Essen ganz besonders und sorgte bei mir, beim Ansehen des Videos für ein mulmiges Gefühl.

Aber erst einmal zum Essen selbst. Bei San Nak Ji handelt es sich um einen lebenden Kraken, der gerade in Korea so populär ist, wie in Deutschland die Bratwurst. Kurz vor dem Verzehr wird der Krake in viele Teile zerschnitten. Allerdings ist es dennoch gefährlich, ihn zu verspeisen. Er lebt noch einige Minuten weiter und so kann es durchaus sein, dass sich die Teile im Hals festsaugen. Bei vielen Menschen hat das schon zum Tode geführt.

Wer diese kuriose Gericht dennoch probieren möchte, der sollte kauen, kauen und nochmals kauen, denn auf diese Weise werden die Tentakel weitestgehend zerstört.Hilfreich kann zudem eine Art Chilisoße sein. Sie betäubt die Tentakel und beugt so der Erstickungsgefahr vor.

Interessant ist in dem Zusammenhang die Tatsache, dass der glitschige Oktopus, wenn er in dem halb lebendigen Zustand verzerrt wird, angeblich die Potenz fördert.

Mir stellt sich nun nur die Frage, ob der Geschmack so fantastisch ist, dass es sich lohnt, das eigene Leben zu riskieren? Aber vielleicht ist es ja auch die Potenzsteigerung, die zumindest die Herren dazu bringt, den Oktopus auf diese Weise zu verspeisen?

 

Trabi Senf – Der mittelscharfe Genuss in himmelblau

Alljährlich öffnet bei uns zur Weihnachtszeit ein kleiner Senfladen seine Pforten. Das konnte ich mir auch dieses Jahr nicht entgehen lassen und so stöberte ich ein wenig in der Genusswelt der Altenburger Senf & Feinkost GmbH & Co. KG. Dabei fiel mir ein sehr kurios erscheinendes Senfglas ins Auge: Trabi Senf. Der Name an sich war dabei noch nicht einmal das Ausschlaggebende, denn in dem kleinen Lädchen war unter anderem auch Glückssenf, Caspar David Friedrich Senf und Bullen Senf zu finden. Den Blick fesselte vielmehr die Farbe des Senfs, denn diese ist Blau und das ist für Senf doch recht außergewöhnlich.

Bezahlt habe ich für den Trabi Senf 2,50 Euro. Der Inhalt des Glases beträgt 200 ml. Interessant dürfte zudem sein, dass der Senf weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe, Aromen, Gluten, Verdickungsmittel oder Lactose besitzt.

Aus meiner Sicht ist der Altenburger Trabi Senf ein ausgefallenes Geschenk und mit Sicherheit der Hingucker auf jeder Party.

Kaufen könnt Ihr den Senf hier.

Trabi Senf

 

Tomatensaft – Kuriosum des Fliegens

Als ich vor ein paar Wochen im Flugzeug saß, fiel mir einmal mehr auf, dass wirklich sehr viele Menschen beim Fliegen Tomatensaft bestellen. Ich selbst habe diesen noch nie probiert und kann mich mit der Vorstellung einen Saft aus Tomaten zu trinken auch nicht so recht anfreunden.

Aber warum ist es eigentlich so, dass gerade in der Luft so viel Tomatensatz getrunken wird? Auf der Suche nach einer plausiblen Erklärung sind mir ganz unterschiedliche und teilweise auch skurrile Ansätze über den Weg gelaufen. Es stellt sich mir jedoch die Frage, ob es hierfür überhaupt eine plausible Erklärung gibt?

Eine für mich zumindest nachvollziehbare Erklärung ist, dass der niedrige Luftdruck im Flugzeug dafür sorgt, dass die Geschmacks- und Geruchsschwelle steigt. Dies bedeutet, dass Gewürze höher dosiert werden müssen, um von den Fluggästen überhaupt wahrgenommen zu werden. Fruchtige Aromen sind hingegen stabiler und so wird ein gut  nachgesalzener Tomatensaft zu einem echten Geschmackserlebnis.

Des Weiteren steht fest, dass Tomatensaft nicht nur Vitamin A und C besitzt, sondern ebenfalls Lycopin, welches vor freien Radikalen schützt. Somit ist der Tomatensaft auch am Boden sehr gesund. Ihm wird beispielsweise eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs nachgesagt und er gilt als Kater-Killer.