Hikikomori – Leben, nein danke!

Hikikomori, ein Phänomen, welches seit mehreren Jahren vor allem in Japan verbreitet ist und sowohl den Betroffenen als auch die Handlung dahinter bezeichnet. Hierbei geht es sich um das freiwillge „Wegschließen“.

Was dies genau bedeutet? Die Betroffenen, bei denen es sich vor allem um junge männliche Erwachsene handelt, verbarrikadieren sich in den eigenen vier Wänden. Sie gehen über einen längeren Zeitraum weder arbeiten noch sonst vor die Tür. Schotten sich von jeglicher Außenwelt ab.

Hikikomori – Die Gründe

Die Gründe für die Erscheinung sind sehr vielfältig. So können sowohl zu großer Erwartungsdruck von Gesellschaft oder der Familie als auch traumatische Erscheinungen oder wirtschaftliche Probleme dazu führen, dass eine Person zum Hikikomori wird.

Hierzu ist es wichtig zu wissen, dass auf den Jungen in Japan deutlich mehr Erwartungsdruck lastet als auf den Frauen. Was erklärt, warum gerade junge Männer besonders betroffen sind. Des Weiteren ist es so, dass sich in Japan ein enorm hoher Anspruch an Kinder im Allgemeinen richtet. Beispielsweise muss in Japan bereits ein Aufnahmetest für den Kindergarten absolviert werden.

Hikikomori – Hilfsprogramme

In puncto Hilfe für Hikikomori Betroffene, ist vor allem „New Start“ zu nennen. Eine gemeinnützige Organisation, welche mit der Unterstützung von Mietschwestern oder -brüdern versucht die Abgeschotteten, langsam aus der Isolation zu holen. Darüber hinaus existieren Wohngemeinschaften, die den Betroffenen helfen, einen neuen Weg zu finden.

Gegründet wurde die NGO von Futagami Noki, einem pensionierten japanischen Lehrer.

Hikikomori – Situation in Europa

An sich gibt es das Phänomen jedoch nicht nur in Japan, sondern fast überall. Wobei die Ausprägungen und die Betroffenen sich je Region etwas unterscheiden. In Deutschland nennt sich eine sehr ähnliche Erscheinung beispielsweise Sozialphobie, im englischsprachigen Raum NEET.

Weiterführende interessante Links:

Spiegel Bericht

Goethe Institut

PIRO4D / Pixabay

 

 

 

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